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Gemeindenachricht

TÜV-Großinspektion bei MiRO 8. April bis 1. Mai 2024


TÜV-Großinspektion bei MiRO 
Raffinerie-Prozessanlagen im Werkteil 2 werden auf „Herz und Nieren" geprüft

Bei der Mineraloelraffinerie Oberrhein (MiRO) sind nach Ostern im Werkteil 2 öst­lich von der Alb 25 Prozessanlagen rund vier Wochen lang für eine turnusmäßige, gesetzlich vorgeschriebene Inspektion und Wartung außer Betrieb. 

Neben der planmäßigen TÜV-Revision finden Reparatur- und Reinigungsarbeiten statt, um die Anlagen bis zum nächsten geplanten Stillstand in mehreren Jahren fit zu ma­chen. Die Kosten für Betriebs- und lnstandhaltungsmaßnahmen betragen rund 90 Mil­lionen Euro. Beim sogenannten „Turnaround 2024" geht es aber um mehr als einen .,Herz-Nieren-Check": Zeitgleich werden Projekte mit einem Volumen von rund 14 Milli­onen Euro umgesetzt.

Neben der MiRO-Mannschaft werden bis zu 2.400 zusätzliche Partnerfirmenmitarbeiter im Einsatz sein und insgesamt rund 1 Millionen Arbeitsstunden leisten. Die Arbeitsliste ist lang: Unter anderem sind mehrere Öfen zu erneuern sowie einige hundert Behälter, Kolonnen, Wärmetauscher, Armaturen und Regeleinrichtungen zu prüfen. Größte Ein­zelmaßnahme ist der Austausch einer über 30 m hohen und mehr als 100 Tonnen schweren Kolonne in einer Gasölentschwefelungsanlage.

Bei allen Arbeiten hat Sicherheit oberste Priorität. Maßnahmen im Rahmen eines spe­ziellen Sicherheitskonzeptes sollen für eine unfallfreie Arbeitsausführung sorgen, um­fangreiche Maßnahmen der Ausführungsqualität einen reibungslosen Anfahrbetrieb und einen sicheren Betrieb der Anlagen in den nächsten Jahren sicherstellen.

Mit zusätzlichen Parkplätzen, zwei funktionalen Stillstandszentren mit Büros, Bespre­chungsräumen, Umkleiden, Duschen sowie einem Großzelt mit Verpflegungsmöglich­keiten für zeitgleich 700 Personen wurde ein entsprechendes Arbeitsumfeld vorbereitet.

Ab dem 28. März werden die Anlagen schrittweise abgefahren. Die eigentlichen Arbei­ten starten am 8. April. Bis Anfang Mai ist dann insbesondere zum Schichtwechsel um 6 und um 18 Uhr im Bereich der Raffinerie mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen. Zur Entlastung der Situation im Berufsverkehr hat MiRO wieder das Bedarfstor 3 mit eigener Zufahrt über die 836 geöffnet.

Beim Abfahren in der ersten April-Woche und bei der Wiederinbetriebnahme Anfang Mai ist es möglich, dass die Fackeln (Sicherheitseinrichtungen) im Werkteil 2 anspre­chen und es damit verbunden zu Lichtschein und ggfls. auch Geräuschentwicklung kommt. Wir bitten unsere Nachbarn um Verständnis für diese besondere Situation.