Aufwendige Arbeiten erfordern langfristige Vollsperrung des Ostrings
Die Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen hat mit der Erschließung des neuen Baugebiets N5 begonnen, das sich über eine Fläche von rund 16 Hektar erstreckt – der größten Gebietsentwicklung der Region. Die ersten Arbeiten haben am 12. Mai 2025 mit dem Abtrag des Oberbodens im östlichen Bereich begonnen und die Baustelle wurde eingerichtet, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.
Ein zentraler Bestandteil der Maßnahmen sind die umfangreichen Leitungs- und Kanalarbeiten, die aufgrund der fehlenden Infrastruktur im Ostring besonders anspruchsvoll sind. Um die notwendige Anbindung an die bestehende Infrastruktur zu realisieren, wurde nun seit dem 19. Mai 2025 eine Vollsperrung des Ostrings zwischen dem Spöcker Weg und dem Wohngebiet N6 erforderlich und der Verkehr wird ab sofort über die Kreisstraße K3580 sowie die B36 umgeleitet.
Die Fuß- und Feldwege in der unmittelbaren Umgebung entlang des Waldes werden ebenfalls gesperrt, um unter anderem 20 KV-Kabel (Starkstrom) zu verlegen. Der Fuß- und Radweg entlang der Bahnschienen bleibt geöffnet. Der Spöcker Weg bleibt vorerst ebenfalls offen, wird jedoch im Laufe der Bauzeit zeitweise ebenfalls gesperrt werden müssen. Die Dauer und der genaue Zeitpunkt dieser Sperrungen stehen derzeit noch nicht fest.
Die Vollsperrung des Ostrings ist während der gesamten 2-jährigen Erschließungszeit notwendig, da die Arbeiten mehrere Gewerke umfassen, die nicht parallel durchgeführt werden können. Insgesamt werden sechs bis sieben verschiedene Medien wie Schmutzwasser- und Regenwasserkanäle, Wasserleitungen, Nahwärme, Strom, Telefon und Glasfaser in separaten Gräben verlegt, oft mit einer Regeleinbautiefe von bis zu fünf Metern. Eine sichere und effiziente Umsetzung erfordert daher die Sperrung des gesamten Bereichs, um Kreuzungsbereiche und die komplexe Lage der Leitungen zueinander optimal umsetzen zu können. Die Bauarbeiten betreffen ständig wechselnde Abschnitte entlang des Straßenzugs. Dies schließt auch umfangreiche Tiefbauarbeiten sowie den kompletten Neubau des Straßenquerschnitts des Ostrings mit Stellplätzen, Bäumen und Quartiersplätzen ein.
Eine Vollsperrung über die gesamte Bauzeit stellt außerdem auch sicher, dass der Baustellenverkehr effizient abgewickelt werden kann und die Sicherheit aller Beteiligten gewährleistet ist. Zusätzlich trägt die Sperrung dazu bei, den Baustellenverkehr aus den umliegenden Wohngebieten herauszuhalten und weitere Belastungen für Anwohner zu vermeiden. Der querende Bauverkehr zwischen den westlichen und östlichen Quartieren des Gebiets erfordert ebenfalls eine geschlossene Baustelle, um ständige Unterbrechungen der Arbeiten zu verhindern.
Die Arbeiten umfassen den Bau von Haupt- und Hausanschlussleitungen sowie die sukzessive Anbindung der verschiedenen Quartiere. Der zeitliche Versatz der Gewerke macht eine abschnittsweise Nutzung des Ostrings für den Baustellenverkehr unvermeidlich. Während der gesamten Bauzeit werden daher Tiefbau- und Leitungsarbeiten entlang des Ostrings durchgeführt. Ohne eine Vollsperrung würde dies zu erheblichen Verzögerungen, gestiegenen Kosten und einem erhöhten Sicherheitsrisiko führen.
Die Bauarbeiten werden voraussichtlich zwei Jahre in Anspruch nehmen, bis circa Mai 2027. Je nach Baufortschritt könnte die Sperrzeit reduziert werden. Während der gesamten Bauzeit werden separierte Fahrtwege für Rettungswägen und die Feuerwehr fortlaufend abgestimmt und bei der Leitstelle hinterlegt.
Die Umsetzung des Projekts erfolgt durch den Erschließungsträger ESB Kommunalprojekt AG in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro FMZ sowie dem Bau- und Liegenschaftsamt der Gemeindeverwaltung. Diese Partner werden die Bauarbeiten eng überwachen und koordinieren, um eine reibungslose Bauausführung zu gewährleisten und damit einen bezahlbaren Erschließungsbeitrag sicherzustellen.
Die Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen bittet die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für die Einschränkungen, die mit diesen Arbeiten einhergehen. Besonders die Vollsperrung des Ostrings ist eine notwendige Maßnahme, um die Sicherheit der Baustelle und die Effizienz der Arbeiten zu gewährleisten. Wir bedanken uns herzlich für Ihre Unterstützung und Ihr Verständnis für diese wichtige Maßnahme, die langfristig eine nachhaltige und attraktive Weiterentwicklung unserer Gemeinde sicherstellt.
Für Fragen oder weitere Informationen steht Ihnen das Bau- und Liegenschaftsamt der Gemeindeverwaltung gerne unter der Telefonnummer 0721 97886-40 zur Verfügung.