Krokusse im Frühling
Krokusse im Frühling
Foto von Ralf Schreck
Magnolie im Friedhof Eggenstein
Magnolie im Friedhof Eggenstein
Foto von Ralf Schreck, Frühling 2019
 
 
Krokusse im Frühling
Foto von Ralf Schreck
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Magnolie im Friedhof Eggenstein
Foto von Ralf Schreck, Frühling 2019
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Wasserwerk Bauarbeiten

03.09.2019

Die Bauarbeiten im Tiefgestade haben am 2. September 2019 mit der Einrichtung der Baustelle begonnen, gefolgt von Erdarbeiten eine Woche später. Der Rohbau soll Mitte 2020 stehen, dann wird Richtfest gefeiert. Insgesamt soll das neue Wasserwerk im Tiefgestade 2022 in Betrieb gehen. Erst danach wird das alte zurückgebaut.

Bauarbeiten Wasserwerk Tiefgestade beginnen 

Am 2.9.19 wurde die Baustelle zum Neubau des Wasserwerks im Tiefgestade eingerichtet und mit Strom versorgt. Eine Woche später rollten die Bagger an. 

Nach einer langen und intensiven Planungsphase kann es jetzt losgehen. Der Gemeinderat hat sich seit 2015 mit dem Thema beschäftigt, unter anderem ein Wasserwerk in St. Leon-Rot besichtigt und im Oktober 2016 beschlossen im Tiefgestade ein neues Wasserwerk zu bauen. Damit wird die Versorgung unserer Einwohner mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser nachhaltig gesichert. 

Das alte Wasserwerk Tiefgestade (Baujahr 1961/62) besteht aus der 240 m² großen Filterhalle mit daran angeschlossenem unterkellertem Betriebstrakt mit rund 250 m² Grundfläche. Neben dem Gebäude, unter freiem Himmel, befindet sich das Absetzbecken für das Schlammwasser aus den Filterrückspülungen, sowie die Trockenbeete zur Trocknung des Restschlamms aus der Wasseraufbereitung und die Brunnengalerie mit fünf ca. 40 m in die Tiefe gehenden Brunnen.

Neubau 

„Nächste Woche beginnen die Erdarbeiten für das neue Wasserwerk, dann folgt der Rohbau, der voraussichtlich bis Sommer 2020 stehen wird“, informiert Matthias Weber, Fachbereichsleiter Technik vom Bau- und Liegenschaftsamt.  Bevor das Dach montiert wird, werden die neuen Filterkessel mit einem Schwerlastkran eingeschwenkt. Rohbau, Dach sowie die technische Ausrüstung kosten etwas über 3 Millionen Euro netto. Zum Jahresende werden die Ausbaugewerke wie Schlosser, Fensterbau, Estrich, Fliesen, Sanitär und Malerarbeiten ausgeschrieben. 

Das Gebäude wird vollständig aus Stahlbeton errichtet. Im Keller bzw. die Teile, die unter der Erde liegen, werden als sogenannte „Weiße Wanne“ hergestellt. Dies bedeutet, dass der Stahlbeton durch einen erhöhten Anteil an Stahl und die „Rezeptur“ des Betons selbst, wasserundurchlässig ist. Es sind also keine weiteren Maßnahmen zur Abdichtung, wie z.B. Beschichtungen, erforderlich. Der oberirdische Teil des Gebäudes erhält außen ein Wärmedämmverbundsystem, WDVS, wie es auch im Wohnungsbau heute üblich ist. Das Dach ist aus Metall und wird aus sogenannten Sandwichplatten hergestellt. Dies ermöglicht es das Gebäude, nachdem die Filterkessel montiert wurden, sehr schnell zu schließen und damit gegen die Witterung zu schützen. Die Belichtung der Filterhalle erfolgt über kostengünstige Bauverglasung, die Betriebsräume wie Warte und Sozialräume erhalten langlebige Aluminiumfenster. Für die Innenwände werden besonders glatte Schalelemente aus Beton verwendet, so dass aufs Verputzen verzichtet werden kann. Die Wände werden weiß gestrichen. Die Böden des Gebäudes werden alle gefliest. Da der Betrieb später vollautomatisch abläuft, ist im Wasserwerk nicht immer Personal anwesend. Deshalb ist der größte Teil des Gebäudes im Alltag unbeheizt. 

Neben der Filterhalle gibt es verschiedene Arbeitsräume wie Werkstatt, Lagerräume und einen Raum für ein Notstromaggregat. Außerdem natürlich Sozialräume für das Personal unserer Wasserversorgung bestehend aus Umkleide, Dusche und einem kleinen Aufenthaltsraum. Herzstück des Wasserwerks ist die Warte. Hier kann an mehreren Monitoren der Betrieb überwacht, kontrolliert und gesteuert werden. Bei einem Störfall können hier, aber auch per Fernwirktechnik, entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden.

Insgesamt wird das neue Wasserwerk rund 5 Mio. € brutto kosten, ohne die Außenanlage. Die Planung der Außenanlage beginnt im Herbst. Mit der Inbetriebnahme des Wasserwerks ist Mitte 2022 zu rechnen. Die Gebäude des alten Wasserwerks werden nach gesicherter Inbetriebnahme des neuen Wasserwerks vollständig rückgebaut. Die Fernleitung wird ab 2020 vom Wasserwerk Tiefgestade bis zur Schwetzinger Straße erneuert. Die Planung beginnt ebenfalls im Herbst. Weitere Informationen zur Wasserversorgung unserer Gemeinde finden Sie hier auf Homepage. 

Spatenstich zum Neubau Wasserwerk Tiefgestade  zoom
Spatenstich zum Neubau Wasserwerk Tiefgestade
Wasserwerk Tiefgestade wird durch Neubau ersetztzoom
Wasserwerk Tiefgestade wird durch Neubau ersetzt
Das alte Wasserwerk im Tiefgestade stammt aus 1961/62zoom
Das alte Wasserwerk im Tiefgestade stammt aus 1961/62
Das bisherige Absetzbecken wird saniertzoom
Das bisherige Absetzbecken wird saniert
Planskizzen Karlsruher Ingenieur-Büro BIT zoom
Planskizzen Karlsruher Ingenieur-Büro BIT
Planskizze Karlsruher Ingenieur-Büro BIT zoom
Obwohl der Eisen- und Mangangehalt im Wasser aus den Brunnen bereits unter den Grenzwerten liegt, wird im neuen Wasserwerk wieder eine Trinkwasseraufbereitungsanlage installiert. Hier im Bild die alte Filterhalle mit den überdimensionierten Filterkesseln.
Obwohl der Eisen- und Mangangehalt im Wasser aus den Brunnen bereits unter den Grenzwerten liegt, wird im neuen Wasserwerk wieder eine Trinkwasseraufbereitungsanlage installiert. Hier im Bild die alte Filterhalle mit den überdimensionierten Filterkesseln.
Die alte Elektro-/Mess-/Steuer- und Regeltechnik muss komplett erneuert werden.zoom
Die alte Elektro-/Mess-/Steuer- und Regeltechnik muss komplett erneuert werden.
 
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