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Sämtlicher Impfstoff, der zur Verfügung steht, wird auch verimpft

01.04.2021

Die Impfzentren im Landkreis sind auch über die Osterfeiertage täglich geöffnet.

Flexibilität und pragmatische Lösungen sind das Gebot der Stunde auch in den Kreisimpfzentren Bruchsal-Heidelsheim und Sulzfeld. Entscheidungen, wie geänderte Impfempfehlungen zu AstraZeneca wirken sich massiv auf die Vorplanungen aus und erfordern Anpassungen quasi über Nacht um keinen Impftag zu verlieren. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel verschaffte sich am Gründonnerstag erneut ein eigenes Bild über die Abläufe. „Ich freue mich, dass wir ein so motiviertes und flexibles Team in Heidelsheim und Sulzfeld gewinnen konnten. Ohne den persönlichen Einsatz jedes Einzelnen fernab normaler Arbeitszeiten, könnten wir nicht so zügig auf neue Entscheidungen reagieren und den Impfwilligen schnellstmöglich helfen“, machte der Landrat deutlich.

Unklar war wie sich die neuerlichen Entwicklungen zu AstraZeneca in der Praxis auswirken würden. Die Erfahrung in den beiden Kreisimpfzentren zeigt aber, dass Impfwillige die neuen Empfehlungen zu AstraZeneca sehr wohl ernst nehmen, sich viele aber nach einer individuellen Risikoanalyse und eingehender ärztlicher Beratung letztendlich doch für die Impfung entscheiden. Die wenigen trotzdem freigewordenen AstraZeneca-Termine wurden umgehend wieder in das System eingepflegt und waren schnell neu gebucht. Insgesamt wurden über 4.000 Termine in den beiden Kreisimpfzentren über die Osterfeiertage vergeben, davon rund 2.400 mit AstraZeneca. „Die Impfbereitschaft ist weiterhin sehr hoch“, freut sich der Landrat.

Deutlich machte der Landrat, dass keine Impfdosis ungenutzt bleibt und schon gar nicht am Ende des Tages geöffnete und nicht verbrauchte Impfdosen entsorgt werden. Er reagierte damit auf nicht ausrottbare Gerüchte und Falschbehauptungen, die auch in sozialen Medien kursieren. Impfstoff bleibe ein knappes Gut. „Wir haben ein ausgeklügeltes System entwickelt, dass tatsächlich jeder zur Verfügung stehende Tropfen auch in die Oberarme kommt“, so der Landrat. Sollte es in ganz wenigen Einzelfällen dennoch absehbar sein, dass am Abend Impfstoff übrigbleiben könnte, werden diese Dosen kurzfristig an andere Impfberechtigte vergeben. „Am Ende jeden Tages ist alles vorhandene Impfgut verimpft.“

Die Kreisimpfzentren arbeiten zwischenzeitlich im Zwei-Schicht-Betrieb um parallel zu den Erstimpfungen auch die Zweitimpfungen abzuwickeln. Sie wären in der Lage mehr Impfstoff zu verimpfen, die Lieferungen sind aber nach wie vor nicht ausreichend, um die Nachfrage nach Terminen annähernd decken zu können. Der Unmut über schleppende Terminvergaben und das bundesweite Buchungssystem sowie Impfstoffmangel erreichen die Verwaltung tagtäglich. Der Landrat äußerte einmal mehr Verständnis für die Kritik und würde gerne helfen. „Wir haben aber als Landkreis keine Möglichkeiten auf die Terminvergabepraxis oder die Impfstoffbeschaffung Einfluss zu nehmen. Sollten wir aber morgen einen Anruf bekommen, dass zusätzlicher Impfstoff kommt, könnten wir diesen übermorgen bereits verimpfen,“ so Landrat Dr. Schnaudigel. „Denn unsere Infrastruktur steht und ist kurzfristig ausbaufähig.“ Zudem erhoffe er sich eine Entlastung durch den Impfstart in den Hausarztpraxen in wenigen Tagen.

Der Landkreis organisiert zusätzlich zu den stationären Angeboten in Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden Impfmöglichkeiten durch Mobile Impfteams vor Ort, um über 80-Jährigen Wege in die Impfzentren zu sparen. Die nächsten Wochen sind die Kapazitäten voll ausgelastet, auch die Zweitimpftermine sind bereits geplant. Insgesamt werden mit dieser Aktion rund 5.600 Impfberechtigte erreicht werden.

Mittlerweile wurden zudem alle Alten- und Pflegeeinrichtungen von den Teams aufgesucht und die dort impfwilligen Bewohner und Mitarbeiter versorgt. Die Kapazitäten konzentrieren sich aktuell auf Einrichtungen der Eingliederungshilfe und die Abarbeitung der offenen Termine in den Städten und Gemeinden.

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