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Bioabfall-Sammlung

10.02.2021

Nach dem Start der Bioabfallsammlung im Januar arbeitet der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) unseres Landkreises daran die Abläufe der Sammlung kontinuierlich zu verbessern. Der weit überwiegende Teil der Haushalte bringt seinen Biomüll selbst zum Wertstoffhof bzw. Grünabfallsammelplatz. Dort bekommt man die speziellen Biobeutel des AWB.

Im Landkreis Karlsruhe werden drei Möglichkeiten der Entsorgung angeboten: die neue Biotonne, ein Bring-System und Kompostierung im eigenen Garten.

Foto Sammelmöglichkeiten, Bild zur Verfügung gestellt durch den Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreis Karlsruhe ©schweitzer-media / ©egghead.

Bei der Kompostierung im eigenen Garten gilt es einiges zu beachten, damit tatsächlich wertvoller Dünger entsteht. Nicht alle Bioabfälle eignen sich zum Kompostieren. Insbesondere Fisch-, Fleisch- und Wurstreste sowie gekochte Essensreste sollten auf keinen Fall auf den Kompost. Da diese Reste unerwünschte Tiere anlocken und rasch zu unangenehmen Gerüchen führen können, bietet sich hier eine Kombination mit dem Bring-System an.

Foto Öffnungszeiten Grünabfallsammelplatz u Wertstoffhof

Der weit überwiegende Teil der Haushalte bringt seinen Biomüll selbst zu den Entsorgungsplätzen. Fürs kostenfreie Bring-System konnte bzw. kann man 27-Liter-Eimer mit Deckel bestellen. Es kann aber auch ein Behältnis eigener Wahl verwendet werden, welches beispielsweise besser aufs Fahrrad passt. Als Bioabfall wird Folgendes gesammelt:

  • Essensreste, auch Gekochtes
  • alte Lebensmittel (ohne Verpackung)
  • Obst-/Gemüsereste, Schalen, auch von Zitrusfrüchten
  • Kaffeesatz, -filter, Tee, Teebeutel,
  • Eierschalen
  • Küchenkrepp
  • Topf- und Balkonpflanzen, verwelkte Blumen
  • Grün-/Strauchschnitt, Laub.
Foto Was darf rein? Infobaltt des Abfallwirtschaftsbetriebs des Landkreis Karlsruhe

Der Bioabfall wird in spezielle Biobeutel geworfen, im Eimer gesammelt und bei Gelegenheit zum Wertstoffhof in der Ottostraße 11, Zugang über Industriestraße, oder dem Grünabfallsammelplatz (jeweils Maskenpflicht ) gebracht und in die dort bereitstehenden großen Tonnen mit den braunen Deckeln geworfen. „Aktuell besteht noch viel Beratungsbedarf durch die Mitarbeiter vor Ort. Probleme mit dem angelieferten Material gab es erfreulicherweise bisher nicht“, informiert Philipp Jänicke, Ordnungsamtsleiter im Rathaus.

Leere Biobeutel aus Papier oder aus biologisch abbaubarem Kunststoff kann man an den Sammelplätzen wieder mitnehmen. Die Beutel sind nur für die Nutzer des Bringsystems vorgesehen und mengenmäßig darauf ausgelegt. Beim Bringsystem müssen die Bioabfälle vom Transporteimer in die große Biotonne an den Sammelstellen vor Ort umgefüllt werden. Aus hygienischen Gründen werden daher Biobeutel zur Verfügung gestellt.

Eine Anlieferung von Biogut ist nur in den besonders vom Landkreis gekennzeichneten Beuteln zulässig, weil diese mit den Abfallverwertungsanlagen im Vorfeld getestet wurden und zu keinen Störungen führen. Das ist leider nicht mit allen kompostierbaren Beuteln so. In den Eimern kann auch in Zeitungspapier oder Küchenkrepp eingewickelter Bioabfall zur Otto- bzw. Industriestraße oder zum Grünabfallsammelplatz gebracht werden.

Foto Transporteimer, Bild zur Verfügung gestellt durch den Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreis Karlsruhe ©schweitzer-media / ©egghead.
Foto Biotüte des AWB
 

Die Biotonne ist die komfortabelste Möglichkeit, leider auch die teuerste, da Personal und weitere Fahrzeuge vonnöten sind. Die Auslieferung der nach dem 15. September 2020 bestellten Behälter erfolgt derzeit. Sie wurde postalisch angekündigt, informiert der Abfallwirtschaftsbetrieb. Die Biotonne wird alle zwei Wochen geleert. Aus hygienischen Gründen sollte man sie bei jedem Termin zur Leerung bereitstellen, auch wenn sie nicht ganz voll ist. Da 26 Leerungen pro Jahr inbegriffen sind, entstehen dadurch keine Zusatzkosten. In den Sommermonaten kann man auch eine wöchentliche Leerung gegen Gebühr hinzubuchen.

Bioabfälle wie Knochen oder andere Essensreste landen frei von Störstoffen wie Plastik, Glas oder Metalle in der Tonne mit dem braunen Deckel, entweder lose, in Zeitungspapier oder Küchenkrepp verpackt, jedoch keinesfalls in Hochglanz- oder Prospektpapier. Mit Küchenkrepp oder Zeitungspapier können beispielsweise aufgesaugte Soßenreste auf dem Teller, Bratöl aus der Pfanne oder Reste der Salatsoße über die Bioabfallsammlung entsorgt werden. Besonders im Winter sollte man Küchenabfälle und andere feuchte Abfälle so einwickeln und auch nicht pressen, damit sie nicht ein- oder festfrieren. Im Sommer steht die Biotonne auf einem kühlen und schattigen Platz gut. Sie sollte regelmäßig gereinigt werden, das kann man auch bei der Entsorgungsfirma Kurz beauftragen (siehe obigen Link Infoblatt). Aus Landkreisen, die schon länger eine Biotonne haben, hört man, dass diese auch nicht mehr stinken würde als die Restmülltonne.

Der Anteil des Bioabfalls in der Restmülltonne betrug in unserem Landkreis vor der Einführung der Bioabfallsammlung im Durchschnitt fast 60 Prozent. Bioabfall ist eine wertvolle Ressource, die nicht nur verbrannt, sondern weiterverarbeitet werden kann. Aus den biogenen Abfällen wird durch eine Bioabfallvergärung Biogas und Kompostdünger gewonnen. Bioabfälle aus unserem Landkreis werden in modernen Vergärungsanlagen in der Region in Bad Rappenau, Westheim und Sinsheim verwertet. 

Weitere Informationen finden Sie unter www.die-biotonne.de .

Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Karlsruhe

Die Abfallentsorgung ist eine Pflichtaufgabe der Stadt- und Landkreise. Diese haben als öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger für ihr Gebiet in eigener Zuständigkeit Regelungen getroffen. Diese können sich von Landkreis zu Landkreis unterscheiden.

Für unsere Gemeinde ist seit 2009 der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Karlsruhe zuständig. Dieser Eigenbetrieb des Kreises hat seinen Sitz in Bruchsal und sorgt mit seinen 35 Mitarbeitern für eine möglichst reibungslose und umweltfreundliche Abfallentsorgung. Er finanziert sich über die Abfallgebühren und die Vermarktung der Wertstoffe, deren Erlöse senken somit unsere Gebühren. Allein mit den jährlich über 39.000 Tonnen Altpapier, die so eingesammelt werden, konnten in der Vergangenheit etwa 900.000 Euro an Erträgen für die Abfallgebührenzahler erwirtschaftet werden. 

Auf den Internetseiten www.awb-landkreis-karlsruhe.de gibt es umfangreiche Informationen über Abfallgebühren, Müllbehälter (vorgeschriebene Größen, Bestellmöglichkeit) und Abfallarten. Den Abfallkalender kann man übrigens sehr bequem ins Smartphone übernehmen. Die Erinnerungsfunktion hilft vor allem bei Verschiebungen wie an Feiertagen. Seit letztem Jahr gibt es auch eine kostenlose App unter der Bezeichnung Abfall App KA. 

Auskunft und Beratung erhalten Sie ebenso schriftlich oder telefonisch unter der kostenfreien Servicenummer 0800 2 9820 20, Sperrmüll-Anmeldung 0800 2 9820 30, Reklamationen 0800 2 160 150 und auch für Fragen zur Biotonne gibt es eine spezielle E-Mailadresse awb@die-biotonne.de und Telefonnummer 0800 2 9820 40.

Corona-Virus: Wichtige Infos

Wappen der Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen

Gemeindeverwaltung Eggenstein-Leopoldshafen
Friedrichstraße 32 • 76344 Eggenstein-Leopoldshafen
Tel: 0721 97886-0 • Fax: 0721 97886-23 • E-Mail: info@egg-leo.de

Öffnungszeiten (tel. voranmelden):
Mo - Fr 8.00-12.30 Uhr
Do 14.00-18.00 Uhr