Der in Leopoldshafen wohnhafte Roman Herzog (1934-2017), damals Präsident des Bundesverfassungsgerichts, wird von der Bundesversammlung zum siebten deutschen Bundespräsidenten gewählt.
Der in Landshut geborene Sohn eines Archivars und Historikers studierte Rechtswissenschaften in München und promovierte 1958. Einige Jahre später erfolgte die Habilitation. Nach Professuren an der Freien Universität Berlin und an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer wechselte er, seit 1970 Mitglied der CDU, 1973 in die Politik.1983 legte er das Amt des Innenministers von Baden-Württemberg nieder und wechselte an das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, zu dessen Präsident er vier Jahre später ernannt wurde.
Am 07.02.2004 verleiht der Leopoldshafener Carnevals-Club (LCC) dem künftigen Bundespräsidenten bei einem Empfang im Rathaus der Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen den Schröcker Leopold. Dieser anlässlich des 22-jährigen Jubiläums des LCC 1992 erstmals verliehene Faschingsorden wird seither jährlich an Personen vergeben, die auf sich aufmerksam und um den Ort verdient machten. LCC-Sitzungspräsident Gerhard Burgstahler schloss seine Laudatio mit folgenden Worten:
Zum Schluß sag ich ins Mikrofon,
'ne Bitte hätt ich schon
Uns wär es recht -wenn Sie es könnten-
Sie könnten sich für uns verwenden.
Stoppt den Umzug von Bonn nach Berlin,
Denn der kostet viel Geld, das hat keinen Sinn.
Schaun Sie uns an, die Bürger die braven,
die ideale Hauptstadt wär Leopoldshafen.
Herr Zerog mal ehrlich, das wäre doch fein,
Wie Bonn liegt auch Schröck am herrlichen Rhein.
Und außerdem könnte man Kosten vermeiden,
Denn Sie könnten dann in Schröck wohnen bleiben.