Die Rohspritbrennerei des 1843 in Siegelsbach im Amt Sinsheim geborenen Menachem/Max Würzburger (+1905) nimmt den Betrieb auf.
Nach dem Tod des Gründers führte dessen jüngster Sohn Leopold Würzburger (1883-1942) den Betrieb weiter. Spendet bis 1925 mehrfach namhafte Beträge für örtliche Wohltätigkeitszwecke. Gegen Ende der 1920er Jahre wuchsen die wirtschaftlichen Schwierigkeiten. 1936 musste die Rohspritbrennerei an C. F. Boehringer & Söhne verkauft werden. Der letzte Brief von Leopold Würzburger an die Gemeindeverwaltung schließt mit den Worten: Ich freue mich, feststellen zu dürfen, dass das Verhältnis zwischen der Gemeinde und mir jederzeit ein gutes gewesen ist. Ich scheide nur ungern von Eggenstein und werde die Gemeinde jederzeit in gutem Gedächtnis behalten.
Leopold Würzburger wurde 1940 zunächst nach Gurs, im Sommer 1942 dann nach Auschwitz deportiert. Dort verlieren sich seine Spuren. Das Amtsgericht Karlsruhe erklärte ihn nach dem Ende des Zweiten Weltkiegs rückwirkend zum 31.12.1942 für tot.