Pfarrer Wilhelm Obländer

Georg Wilhelm und Emma Obländer

Georg Wilhelm Obländer (1849-1929) wird Pfarrer in Eggenstein. Er betreute von 1891 bis 1919 -also beinahe dreißig Jahre hindurch- die evangelische Kirchengemeinde Eggenstein und war ab 1915 auch Dekan des Kirchenbezirks Karlsruhe-Land. Parallel zu seiner seelsorgerlichen Tätigkeit lagen ihm die Förderung des Gesundheitswesens (der bereits 1913 projektierte, Mitte der 1920er Jahre realisierte Bau der ortsweiten Wasserversorgung geht u.a. auf seinen Einsatz zurück), der Schulbildung, der Fortbildung vor allem der Mädchen und die Erforschung der Kirchengeschichte am Herzen. Während des Ersten Weltkriegs hatte Pfarrer Obländer die schwere Aufgabe, den Angehörigen der gefallenen Mitbürger mit Trost, Rat und Tat zur Seite zu stehen. Auch dafür wurden er und seine Ehefrau Emma während des Krieges ausgezeichnet.

Der Badische Orden vom Zähringer Löwen

Der in aufwendiger Goldschmiedearbeit prachtvoll gestaltete Orden zeigt auf dem emaillierten Mittelmotiv der Vorderseite die Ruine der Burg Zähringen und auf den Rückseite den Zähringer Löwen. Die Statuten des Ordens sahen vor, dass die verschiedenen Klassen an verdienstvolle Bürger und Amtsträger verliehen werden konnten. Für Verdienste im Krieg waren gekreuzte Schwerter in die Dekoration eingearbeitet. Die Statuten sahen außerdem eine echte „Verleihung“ der Orden vor, das heißt, die Auszeichnungen mussten nach dem Tod des Trägers an die Badische Ordenskanzlei zurückgegeben werden. Dadurch war stets nur eine beschränkte Zahl der Ordenskreuze in Umlauf, da die zurückgegebenen Auszeichnungen immer wieder neu verliehen wurden. In Privatbesitz erhalten sind praktisch nur solche Stücke, die nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, der Abschaffung der Monarchie und dadurch auch der Großherzoglich-Badischen Ordenskanzlei nicht mehr zurückgegeben bzw. eingezogen wurden.