Leopold von Baden wurde 1790 als ältestes Kind des Markgrafen und späteren Großherzogs Karl Friedrich von Baden(-Durlach) aus dessen zweiter Ehe mit der nicht standesgemäßen Luise Karoline Freiin Geyer von Geyersberg in Karlsruhe geboren. Er führte zunächst die Titel Freiherr von Hochberg und später Reichsgraf von Hochberg, bevor er 1818 doch zum Erbprinzen avancierte. 1830 folgte er seinem Halbbruder Ludwig I. als Großherzog von Baden nach.
Die 1817/18 zwischen Eggenstein und Knielingen begonnene Rheinkorrektur unter der Leitung von Johann Gottfried Tulla wirkte sich nachteilig auf den Schröcker Hafen aus, der fortan mit Verlandung zu kämpfen hatte. Im Frühjahr 1833 bat die Gemeinde Schröck, vertreten durch den Ortsvorstand und den Handelsstand, den Ort nach dem regierenden Großherzog in Leopoldshafen umbenennen zu dürfen. Dem Gesuch wurde durch Bekanntmachung im Großherzoglich Badischen Staats- und Regierungsblatt entsprochen.
Pfarrer Wilhelm Bühler berichtet über die Ereignisse: Am Pfingstmontag den 27ten May 1833 beehrte Sn. Königl. Hoheit, der Großherzog Leopold, aus Veranlassung der Einladung der Rheinischen Dampfschiffahrts Commision aus Cölln, ein Dampfboot von da, genannt die Stadt Coblenz, in Augenschein zu nehmen -- die Gemeinde Schröck mit einem Besuch in Begleitung seiner Frau Gemahlin, seines Herrn Bruders Wilhelm und des königl. Preuss. Gesandten von Altenstedt. Dieser frühe Anlaß wurde von Handelsstand und der Gemeinde unter schöner Bekränzung der Häuser und Errichtung einer Ehrenpforte benützt, und Sn Königl. Hoheit die Bitte überreicht, dem Ort und Hafen Schröck künftig den Namen =Leopoldshafen= bexlegen zu dürfen. Nach höchster Kabinetsentschließung vom 31then May 1833, und Bekanntmachung großherzoglicher des Mittel-Rheinkreises vom 15then Junius 1833 No. 13140 haben Höchst dieselben dieser Bitte gnädigst entsprochen. Hierauf wurde dieser werthe Namen in Gegenwart der Gemeinde, des Handelsstandes und vieler Fremden am 7then Julius d.J. durch den unterzeichneten Pfarrer feierlichst eingeweiht. Text der Stunde Jes. 62,2.