1260 wird eine Mahlmühle in Eggenstein urkundlich erwähnt. Im Tiefgestade floss nur wenige Meter vom hochgestade entfernt der Quellengraben, der nahe der Gemarkungsgrenze zwischen Eggenstein und Neureut entspringt. An dem fast parallel zum Hochgestade verlaufenden Bach entstand im 13. Jahrhundert, wahrschreinlich sogar am selben Standort wie heute, die erste Mühle. Mehrfach wurde die Mühle zerstört und wieder aufgebaut, vor allem während des Dreißigjährigen Kriegs und der französischen Expansionskriege Ende des 17. Jahrhunderts. Das erhaltene Mühlgebäude ist in Teilen, besonders dem Kellergeschoss, wahrscheinlich noch dieser Zeit zuzuordnen.
Um 1780 heiratete der Bäcker Michel Knobloch Elisabeth Wilser, die Tochter des damaligen Müllers. Das am Bäckereischild nachträglich angebrachte Mühlrad weist auf die wirtschaftlich fundierte familiäre Allianz hin.