Grundsätze der Gemeindeentwicklung
Es wurden zwölf Grundsätze der Gemeindeentwicklung gefasst, die Grundlage für das weitere Handeln in der Gemeinde sein sollen. Diese Grundsätze stehen unter dem Motto „Zukunft gemeinsam gestalten"
1. Die Gemeinde strebt eine nachhaltige Entwicklung an
Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass zukünftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht mehr befriedigen können.
2. Wir handeln ökologisch-innovativ
Eine weiterhin umfassende Information der Bürger über ökologische und intelligente Innovationen im privaten Bereich wird angestrebt. Die Gemeinde übernimmt beim Einsatz dieser Innovationen bei öffentlichen Einrichtungen eine Vorbildfunktion.
3. Wir erhalten unsere Wohnqualität im Einklang mit der Natur
Die hohe Wohnqualität ist geprägt von der Nähe zur Natur. Eine hohe Wohnqualität ist ein wichtiges Element zur Identifikation der Bürger mit ihrer Gemeinde. Diese Qualität ist weiter zu erhalten und zu verbessern, wobei der Schutz der Naturräume weiter vorangetrieben wird.
4. Wir wollen lebendige und umweltverträgliche Freizeitangebote
Um den auch weiterhin steigenden Bedürfnissen der Bevölkerung nach Freizeit- und Erholungsangeboten „vor der Haustüre" gerecht zu werden, werden diese in den Ortsteilen und den Freiräumen angeboten und dabei umweltverträglich gestaltet.
5. Wir streben qualitatives Wachstum an
Qualitatives Wachstum beinhaltet einen schonenden Umgang mit den vorhandenen Ressourcen. Das bedeutet, dass die Entwicklungsgeschwindigkeit der vergangenen Jahre nicht fortgesetzt wird und verstärkt über Langzeitfolgen der Planung nachgedacht wird.
6. Unser Verkehr wird sicher und verträglich
Zur Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr wird die Geschwindigkeit angepasst und der Straßenraum umgestaltet. Dies reduziert die störenden Belastungen und trägt zur Erhöhung der Lebensqualität an den Hauptverkehrsstraßen und in den Wohnquartieren bei.
7. Wir fördern unsere Gemeinschaft
Um der vorhandenen Tendenz zum Individualismus entgegenzutreten, soll durch die Verbesserung der Angebote in Vielfalt und Struktur für alle Altersgruppen in allen Bereichen die soziale Gemeinschaft gefördert werden. Dadurch soll auch das Zusammenleben und die Kommunikation über die Altersgruppen verbessert werden.
8. Wir entwickeln öffentliche Treffpunkte
Öffentliche Treffpunkte müssen mit einer hohen Aufenthaltsqualität gestaltet sein und von den Bürgern angenommen werden. Deshalb wollen wir die Treffpunkte gemeinsam mit den Bürgern für das direkte Wohnumfeld, die alten Ortsmitten und den Bürgertreff in der Mitte der Gemeinde entwickeln. Damit wird ein neues Gemeinschaftsgefühl durch gute Kommunikationsmöglichkeiten und eine hohe Identifikation mit dem Ort erreicht.
9. Wir fördern das vielfältige Vereinsleben
Das bestehende vielfältige Vereinsleben ist ein wichtiger Pfeiler in der Gemeinde. Die Vielfalt soll weiterhin bestehen bleiben, um das Miteinander und das gemeinschaftliche Handeln zu stärken.
10. Wir erhalten unsere Eigenständigkeit in der Region Karlsruhe
Die gewachsenen dörflich geprägten Strukturen der Gemeinde als Wohnstandort in der Region werden erhalten. Nahversorgung, Freizeit und Vereinsleben und der Gemeinschaft sind dabei wichtige Elemente, die neben dem Angebot in Kultur und Wirtschaft in der Region bestehen müssen.
11. Wir erhalten unsere örtliche Gewerbestruktur
Die vielfältigen Strukturen der örtlichen Betriebe sichern die Versorgung im Handel und Handwerk vor Ort. Die gewerbliche Entwicklung in der Gemeinde orientiert sich daran und richtet sich darüber hinaus, aufgrund der vorhandenen Nähe zum Forschungszentrum, zu Hochschulen und der Lage in der Technologieregion Karlsruhe, auf die Etablierung von Firmen mit innovativen und umweltfreundlichen Technologien.
12. Wir setzen die offene Bürgerbeteiligung im Rahmen der Lokalen Agenda fort
Um die Eigeninitiative der Bürger für die Allgemeinheit und das gemeinschaftliche Zusammenleben zu entwickeln und das bürgerschaftliche Engagement zu fördern, wird der begonnene Prozess konsequent weitergeführt. Dazu sollen, als erstes Maßnahmenbündel, die im Gemeindeentwicklungsplan genannten Projekte von den Bürgern ab Herbst 2001 gemeinsam durchgeführt werden, um die Bürger mit in die kommunalen Aufgaben einzubinden.
