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Eröffnung Sonderausstellung Museum

Eröffnung Sonderausstellung im Museum in der Leopoldstraße 12 mit "Tee - Kaffee - Kakao" mit einer Kostprobe. Verfolgen Sie den Siegeszug und die Entwicklung von 300 Jahren bürgerliche Tee-, Kaffee- und Kakao-Kultur im deutschen Südwesten und ihre Ursprünge. Mit rund 300 Exponaten zeigt die Ausstellung die faszinierende Entwicklung von drei heißen Exoten zu einem unverzichtbaren Bestandteil unserer Alltagskultur.

Ort
Heimatmuseum Leopoldstraße 12
freier Eintritt

Veranstalter
Gemeinde / AG Ortsgeschichte

Termine
So, 13.01.2019, 14:00 Uhr - 16:00 Uhr

 

Kommen Sie zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung im Heimatmuseum. Profitieren Sie von der jahrzehntelangen Berufserfahrung von Wolfgang Knobloch, der sein Leben der Geschichte verschrieben hat.

Mit viel Leidenschaft und Sachverstand hat er Informationsmaterial und Gegenstände zusammengetragen zum Thema 

"Tee - Kaffee - Kakao"
300 Jahre bürgerliche Tee-, Kaffee- und Kakao-Kultur im deutschen Südwesten und ihre Ursprünge.

Leben wird der Ausstellung bei einer seiner Führungen eingehaucht. Dann entstehen Bilder und Geschichten, die beeindrucken, die Geschichte lebendig machen. 

Versuchen Sie es. Sie werden Neues erfahren.

Ausstellungsdauer:
13.01. - 29.09.2019

Öffnungszeiten des Heimatmuseums: sonntags von 11 bis 16 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung 

Führungen nach telefonischer Vereinbarung.

Zur Ausstellung gibt es einen informativen Begleittext, der in Kürze hier zum Herunterladen eingestellt wird.

Wolfgang Knobloch freut sich über jedes Exponat, Fotos Ralf Schreck
Wolfgang Knobloch freut sich über jedes Exponat, Fotos Ralf Schreck
Originelle Tasse zum Schutz des Schnurrbarts.Foto Ralf Schreckzoom
 

Kranich, Katrin

Gemeindearchiv

Wolfgang Knobloch ehrenamtlicher Museumsleiter

07243 63131
wo-knobloch@t-online.de

mehrfach ausgezeichnet

 

Tee, Kaffee und Kakao gehören heute zu den beliebtesten Heißgetränken. Europa verdankt diese exotischen Genüsse -wie so vieles andere auch- dem Orient und der Neuen Welt.

Der echte, aus China stammende Tee fand seinen Weg ins Abendland über den Landweg entlang der Seidenstraße, über den Seeweg durch den portugiesischen und später den holländischen Seehandel. Bei den seit jeher in der Volksmedizin verwendeten Kräutertees, eigentlich Aufgüsse oder Extrakte, spielte der gesundheitliche Nutzen die Hauptrolle – nicht der Geschmack. Aus rund 400 Pflanzenbestandteilen konnten solche Kräutertees zubereitet werden.

Der aus Südamerika stammende Kakao war lange Zeit das teuerste der drei erwähnten Produkte. Erst nach der Anlage riesiger Kakaoplantagen in Südamerika und Afrika sanken die Preise so weit, dass Kakao den Status eines Grundnahrungsmittels erlangte – wie das Beispiel des bei Kindern allgemein bekannten Kabas zeigt. 

Plakat zur Sonderausstellung 2019zoom
 

Der ursprünglich aus Äthiopien und von der arabischen Halbinsel stammende Kaffeebaum wurde schon bald auch in Persien und weiteren von der arabisch-muslimischen Expansion erfassten Gebiete kultiviert. Seine weitere Verbreitung nach Afrika und Südamerika war ein Resultat der europäischen Kolonisationsbestrebungen.

Die zunächst sehr teuren exotischen Rohstoffe für die im 18. Jahrhundert oft als Lustgetränke bezeichneten Genüsse blieben lange Zeit dem höfischen Gebrauch vorbehalten. Das änderte sich 1683 mit der Belagerung Wiens durch eine riesige osmanische Armee. Es gelang einer kaiserlichen Entsatzarmee, bei der auch viele Süddeutsche unter dem Kommando des als Türkenlouis bekannten Markgrafen von Baden, beteiligt waren, den Belagerungsring zu sprengen. Unter den von den türkischen Truppen zurückgelassenen Vorräten befand sich auch eine große Anzahl Kaffeesäcke, die ein kaiserlicher Dolmetscher und Kurier als Belohnung für seine treuen Dienste erhielt. Georg Kolschitzky eröffnete mit seiner Beute das erste Kaffeehaus in Wien. Von hier aus trat der Kaffee seinen Siegeszug durch Mitteleuropa an. Schon bald fanden sich Kaffeehäuser in allen größeren Städten.

Trotz heftiger und sehr kontroverser Diskussionen von Medizinern, Naturwissenschaftlern und Philosophen über den Sinn und Nutzen des Kaffeegebrauchs und trotz der hohen Kosten wurde Kaffee vor allem für die Damenwelt zu einem unverzichtbaren Lebenselixier. Dichtern und Denkern beflügelte er den Geist, erhöhte die Wachsamkeit der Soldaten und förderte angeblich das allgemeine Wohlbefinden.

In Notzeiten (zum Beispiel während der Napoleonischen Kontinentalhandelssperre zu Beginn des 19. Jahrhunderts) war man gezwungen, auf Ersatzprodukte auszuweichen. Kaffeesurrogate aus Gerste, Bohnen, Erbsen, Rübenschnitzen, Feigen, Dattelkernen und sogar Lupinensamen konnten mit Zichorienwurzeln dem Geschmack des Originals angenähert werden. Für Arbeiter und Bauern war echter Kaffee fast unerschwinglich, so dass Ersatzkaffees bis in die Neuzeit das bevorzugte Heißgetränk blieb.

Wappen der Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen

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