Katastrophenschutz
"Kommunale Notfallplanung"

Apps fürs Smartphone informieren im Notfall

2017-1-11 Landratsamt informiert über Möglichkeiten  

Die Information der Bevölkerung spielt im Katastrophenfall und in Notlagen eine wichtige Rolle. Zunehmende Verbreitung finden elektronische Warn- und Informationssysteme, sogenannte „WarnApps“, die auf das Smartphone geladen werden und dann mobil abgerufen werden können. Das Amt für Bevölkerungsschutz im Landratsamt Karlsruhe macht auf drei staatlich getragene und kostenlose Applikationen aufmerksam: 

NINA 

Die Notfall- Informations- und Nachrichten-App des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bietet Warnmeldungen für unterschiedliche Gefahrenlagen von Großbränden über Gefahrstoffausbreitungen bis hin zu Unwetter- und Hochwasserlagen. Die App enthält zudem Verhaltensweisen und Empfehlungen, wie man sich auf Gefahren und Ereignisse vorbereiten kann. (www.bbk.bund.de/NINA)  

Meine Pegel

ist die amtliche Wasserstands- und Hochwasser-Informations-App der Hochwasserzentralen in Baden-Württemberg. Sie informiert über den aktuellen Wasserstand am konkreten Standort sowie überregionale Hochwasserlagen. (www.hochwasserzentralen.info/meinepegel)   

WarnWetter

wird vom Deutschen Wetterdienst herausgegeben. Die App bietet unter anderem einen Gewittermonitor, mit dem vorhergesagte Zugbahnen gefährlicher Gewitterzellen verfolgt werden können. Durch individuelle Konfiguration kann Art und Intensität der Warnmeldungen ausgewählt werden. (www.dwd.de/DE/leistungen/warnwetterapp/warnwetterapp)    

„Warn-Apps sind gute Instrumente, um sich aktuell einen Überblick über Gefahrenlagen zu machen“, sagt Thomas Hauck, Kreisbrandmeister und Leiter des Amtes für Bevölkerungsschutz. Wirklich hilfreich sind solche Systeme aber nur, wenn sie möglichst ortsbezogen informieren. „Dies ist bei diesen drei Systemen gegeben, zumal sie zum Teil unmittelbar mit Daten aus dem Landratsamt gefüttert werden“, führt Hauck weiter aus. Im Ernstfall informiert das Landratsamt Karlsruhe auch über den Rundfunk, über seine Internethomepage   www.landkreis-karlsruhe.de sowie über seinen Twitteraccount . Daneben gibt es eine Vielzahl kommerzieller Warn-Apps, die ebenfalls wertvolle Informationen bieten.

Über Warn-Apps hat das Landratsamt Karlsruhe einen Flyer aufgelegt. Er ist an den Infotheken im Landratsamt Karlsruhe und seinen Außenstellen sowie den Bürgermeisterämtern erhältlich und kann hier heruntergeladen werden.

Allgemeine Informationen

Jeden Tag werden wir mit Nachrichten über Unfälle und Katastrophen jeglicher Art konfrontiert. Jeder Einzelne von uns, kann von den verschiedensten Katastrophen wie zum Beispiel Großbränden, Hochwasser, Stromausfall oder anderen plötzlich auftretenden Gefahren betroffen sein. In einer modernen Zivilisation ist das Leben ohne funktionierende Infrastrukturen wie z.B. der Wasser und Stromversorgung nicht vorstellbar.

Der Bevölkerung steht ein umfangreiches Hilfeleistungssystem zur Seite. Während Feuerwehr und Rettungsdienst zur alltäglichen Hilfeleistung bereitstehen, unterhalten die Länder den Katastrophenschutz, um Katastrophen und Gefahren effektiver begegnen zu können.
Aber auch die Kommune ist bei einer Schadenslage bzw. Katastrophe als Ortspolizeibehörde für die Gefahrenabwehr zuständig und muss hier auch Entscheidungen treffen.

Die planerische Vorbereitung wird als

„kommunale Notfallplanung“

bezeichnet, und dient zur Bewältigung aller Schadenslagen. Diese Aufgabe ist bei der Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen im Ordnungsamt eingegliedert.
Neben diesen Instrumenten der öffentlichen Hand ist es auch Aufgabe, an den Willen zur Selbsthilfe der Bevölkerung zu appellieren und durch verschiedenste Informationen die Bevölkerung zum Thema Katastrophenschutz zu sensibilisieren.

Hochwasser

Als direkter Rheinanlieger ist in Eggenstein-Leopoldshafen die Möglichkeit von Hochwasserereignissen gegeben. Die Gemeinde hat aus diesem Grund einen Hochwasseralarmplan aufgestellt, um auf die möglichen Schadensereignisse reagieren zu können.

Neben diesen kommunalen Bemühungen ist es sinnvoll, als Einwohner und Hauseigentümer auch privat für den Hochwasserfall vorzusorgen. Sollte es zu einem flächendeckenden Hochwasser in Eggenstein-Leopoldshafen kommen, ist vorrangiges Ziel der Einsatzkräfte, Leib und Leben der betroffenen Personen zu retten und den Hochwasserdamm als Schutzeinrichtung intakt zu halten. In der Folge werden reine Sachschäden, wie z.B. vollgelaufene Keller, nur nachrangig versorgt werden können. Wir haben Ihnen für Ihre private Vorsorge hier 10 Tipps bei Hochwasser zusammengestellt.

Zusätzlich Informationen über Informationsquellen im Schadensfall und zur allgemeinen privaten Vorsorge finden Sie hier. Sollte es zu einem Hochwasserschaden kommen, finden Sie hier Informationen zur Nachsorge. Zusätzlich bietet es sich an, mit dem Hausrat- und Gebäudeversicherer den bestehenden Versicherungsschutz zu besprechen.

Durch die mittlerweile vorliegenden Hochwassergefahrenkarten kann jeder Einwohner nachvollziehen, in wieweit sein Wohnobjekt von Hochwasser bedroht wird. Besonders betroffene Gebiete sind in Eggenstein-Leopoldshafen das Gewerbegebiet sowie die Wohnbebauung im Tiefgestade beider Ortsteile. Die Karten finden Sie hier.

Informationen zum Wasserstand des Rheins sowie Prognossen zur Entwicklung eines möglichen Hochwassers finden Sie auf der Internetseite der Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg. Maßgeblicher Pegel für Eggenstein-Leopoldshafen ist der Pegel Maxau.

Notfallbroschüre der WAK GmbH und des ITU

Das Institut für Transurane und die WAK Rückbau- und Entsorgungs-GmbH haben in Abstimmung mit den zuständigen Behörden eine Broschüre erstellt, in der über Sicherheitsmaßnahmen für die Bevölkerung in der Umgebung der Anlagen informiert wird. Diese wird alle 5 Jahre aktualisiert und in der Regel per Post an alle Haushalte der Orte Eggenstein-Leopoldshafen, Linkenheim-Hochstetten sowie im Ortsteil Friedrichstal der Stadt Stutensee verteilt.

Die darin beschriebenen Vorsorgemaßnahmen basieren auf den "Rahmenempfehlungen für den Katastrophenschutz in der Umgebung kerntechnischer Anlagen", die derzeit von der Strahlenschutzkommission (SSK) im Auftrag des Bundes überarbeitet werden. Die SSK hat darum empfohlen, bis zur abgeschlossenen Überarbeitung der Rahmenempfehlung die Verteilung der Broschüre an alle Haushalte auszusetzen.

In Abstimmung mit den zuständigen Behörden haben wir uns entschieden, eine aktuelle Broschüre im Internet zu veröffentlichen und die Verteilung an alle Haushalte durchzuführen, sobald die aktualisierte behördliche Maßnahmenplanung vorliegt.

Die Veröffentlichung ist auf folgenden Internetseiten zu finden:
- WAK GmbH: http://www.ewn-gmbh.de/fileadmin/_migrated/content_uploads/WAK_ITU_Notfallbroschuere_Mai_2013.pdf
- ITU: http://itu.jrc.ec.europa.eu/

Eine begrenzte Anzahl ausgedruckter Exemplare liegt an folgenden Stellen aus:
Bürgermeisteramt Linkenheim-Hochstetten
Bürgermeisteramt Eggenstein-Leopoldshafen sowie
Bürgerbüro Friedrichstal.

WAK Rückbau- und Entsorgungs-GmbH
Postfach 1263
76339 Eggenstein-Leopoldshafen
07247/88-2566
kontakt@wak-gmbh.de

Weiterführende Informationen

Informationen zum Katastrophenschutz und Tipps zum Selbstschutz finden Sie auch auf den Seiten des Bundes

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe BBK    

Ratgeber Notfallvorsorge in verschiedenen Sprachen

Checkliste zur Bevorratung


Land Baden-Württemberg 

Innenministerium Baden-Württemberg

Sonder-Informationsdienst der Landesregierung Baden-Württemberg


Der Deutsche Wetterdienst wie auch zahlreiche private Wetterdienste warnen Sie vor besonderen Wetterereignissen und Unwettern:

Deutscher Wetterdienst

Unwetterzentrale Deutschland

Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg

Hochwasservorsorge Baden-Württemberg

Hartl, Jonas

Ordnungswesen

Jänicke, Philipp

Leiter Bürgerdienste

Wappen der Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen

Gemeindeverwaltung Eggenstein-Leopoldshafen
Friedrichstraße 32 • 76344 Eggenstein-Leopoldshafen
T: 0721 97886-0 • F: 0721 97886-23 • E: info@egg-leo.de

Öffnungszeiten:
Mo - Fr 8.00-12.30 Uhr • Do 14.00-18.00 Uhr
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