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Kirchplatz vor der Umgestaltung
 
 
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Weiterbildungsseminar der Feuerwehrverbände des Stadt- und Landkreises Karlsruhe

19.11.2016

Bereits zum 6. Mal luden die Feuerwehrverbände des Stadt- und Landkreises Karlsruhe die Führungskräfte der Feuerwehren zu einer gemeinsamen Weiterbildungsveranstaltung ein.

So war es auch am vergangenen Samstag gewesen, als Stadtverbandsvorsitzender Ulrich Volz pünktlich um 09.00 Uhr morgens im Tulla-Hörsaal des KIT nahezu 300 Führungskräfte aus den Freiwilligen Feuerwehren und der Berufsfeuerwehr begrüßte. 

Auch die Vertreter des Technischen Hilfswerks und der Einsatzkräftenachsorgeteams hieß er herzlich willkommen und wünschte Allen einen informativen und lehrreichen Tag. Zur Eröffnung des Tages informierte Thomas Neu, stellvertretender Leiter der Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg, über den Stand der Baumaßnahmen am Schulstandort Bruchsal. 

Im Zeichen überraschender Entwicklungen im Verlauf realer Einsätze, standen die beiden folgenden Vorträge . 

Der Leiter der Feuerwehr Metzingen, Hartmut Holder , zeigte am Beispiel eines Großbrandes in Metzingen auf, dass auch scheinbar „einfache“ Einsatzlagen die Feuerwehr und ihre Technik durch unerwartete Situationen an ihre Grenzen bringen können. 

Branddirektor Dr. Markus Pulm von der Branddirektion Karlsruhe , schilderte anhand der Aufarbeitung eines Unfalles im Einsatzgeschehen der Berufsfeuerwehr Karlsruhe, wie auch bei vermeintlich banalen Routineeinsätzen lebensgefährliche Situationen für die Einsatzkräfte entstehen können. Es gelte deshalb auch oder gerade bei solchen alltäglichen Situationen immer zu 100% konzentriert zu arbeiten und auf größtmögliche Sicherheit bedacht zu sein . 

Auch wenn dies nach außen hin vielleicht übertrieben wirke, ohne die notwendige Aufmerksamkeit hätten im analysierten Fall sicher mehrere Personen Schäden in nicht unerheblichem Umfang davongetragen. Ebenfalls dem Wohl der Einsatzkräfte galt der nächste Vortrag. Dipl.-Psych. Martin Jakubeit, ebenfalls Mitarbeiter der Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg, beleuchtete die Belastung der Psyche von Einsatzkräften im Verlauf eines „Feuerwehrlebens“. Immer stärker rücke die Verletzlichkeit der Psyche – auch im normalen Alltag – bei den Verantwortlichen in den Vordergrund. Oberste Priorität für eine wirksame Hilfe müsse deshalb auf das Erkennen dieser Belastungssituationen gelegt werden und die notwendigen Rahmenbedingungen hierfür gelte es zu etablieren. 

Ein weiteres, alltägliches Thema brachten die Herren Patrick Schlotterbeck und Sven Brunner von der Polizei Baden-Württemberg den Zuhörern näher. „Chancen und Risiken der neuen Medien und der sozialen Netzwerke“ lautete die Überschrift des nicht uninteressanten Vortrages der Herren. An den Beispielen „Boston Marathon“ und „Schießerei in München“ legten sie dar, wie man mit Hilfe dieser Medien und Netzwerke aktiv auf das Geschehen solcher Ereignisse – positiv als auch negativ – Einfluss nehmen kann. Das Konzept des abwehrenden Brandschutzes mittels des Sonderlöschmittels Schaum auf dem Werksgelände der Raffinerie MIRO in Karlsruhe erläuterte der Leiter der Werkfeuerwehr Dietmar Krüger. 

Er zeigte auf, wie wichtig die Vorplanung von Löschmaßnahmen mit Hilfe dieses Sonderlöschmittels ist, um einen Erfolg zu gewährleisten. „Politisch“ wurde es dann nochmals kurz vor der Kaffeepause. Bürgermeisterin Nicola Bodner und Kommandant Frank Bauer informierten in einem Kurzvortrag über die erfolgreiche Zusammenarbeit der Feuerwehr Pfinztal als Teil der Gemeindeverwaltung mit den kommunalpolitischen Mandatsträgern. Dies sei in der Vergangenheit nicht immer der Fall gewesen und nur durch die Bereitschaft der Feuerwehr zur aktiven, neutralen Information aller Mandatsträger der heutige vertrauensvolle Umgang miteinander möglich wurde. 

Den Schlusspunkt der Veranstaltung setzte Diplomingenieur Volker Schmidt. Herr Schmidt ist aktiver Atemschutzgeräteträger aus dem benachbarten Enzkreis und hat dort gemeinsam mit dem zuständigen Kreisbrandmeister ein Konzept für das Training von Atemschutznotfällen erarbeitet. Dieses modular gestaltete Konzept beruht im Wesentlichen auf der Selbsterfahrung der jeweiligen Lehrgangsteilnehmer und soll dazu führen, dass jede Feuerwehr die für sich passenden Maßnahmen erkennt und trainiert. 

Als dann um kurz nach 17.00 Uhr der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Holger Roßwag die Veranstaltung beendete, war ein 8-Stundentag voller Informationen und Eindrücken vorbei. Der Beifall der Teilnehmer zeigte jedoch, dass die Themen offensichtlich gut gewählt waren und jeder der Anwesenden für seine Arbeit etwas mit nachhause nehmen konnte. 

Jhg/leo


Ein weiteren Bericht hierzu finden Sie auf den Seiten des Kreisfeuerwehrverbandes des Landkreis Karlsruhe. 


Vorschaubild: Edgar Geißler/Patric Paulus

 
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