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Strahlenschutzübung in Philippsburg

11.06.2016

Am 11.06.2016 fand im Industriegebiet Philippsburg eine Strahlenschutzübung, woran sich u.a. auch die Feuerwehr Abteilung Eggenstein beteiligte, statt.

Unter dem Alarmstichwort „Rauch aus Gebäude“ wurden die Einsatzkräfte zu einem Betrieb im Philippsburger Industriegebiet alarmiert. Vor Ort stellte sich heraus, dass durch einen Werkstoffprüfer Schweißnahtprüfungen unter Anwendung von Gammastrahlen durchgeführt wurden. 

Eben dieser Werkstoffprüfer erkannte plötzlich in der Lagerhalle eine Rauchentwicklung mit Flammenbildung. Bevor er die Strahlenquelle vor dem Beschädigen retten konnte, wurde er durch die giftigen Rauchgase bewusstlos.     Nach Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde die Lage erkundet und gleichzeitig ging der Angriffstrupp unter Atemschutz zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in die Lagerhalle vor. Plötzlich entdeckten die Atemschutzkräfte an der Unglücksstelle Warnhinweise mit dem Aufdruck „Vorsicht – erhöhte Strahlung“. Dies wurde per Funk an den Einsatzleiter gemeldet, welcher umgehend die Alarmierung von weiteren Spezialkräften veranlasste. So wurden die Feuerwehren Malsch und Eggenstein, der ABC-Zug der Feuerwehr Karlsruhe sowie die Werkfeuerwehr des KIT Campus Nord mit Spezialisten für radioaktiv kontaminiertes Material zur Einsatzstelle alarmiert.   

 Während der Angriffstrupp die bewusstlose Person aus der Lagerhalle rettete, wurde vor der Lagerhalle gleichzeitig ein Kontaminationsplatz mit einer Dekontaminationsstation eingerichtet. Von nun an durfte niemand mehr den kontaminierten Bereich ohne die entsprechende Schutzausrüstung betreten.   Die Feuerwehr-Einsatzabteilung Eggenstein und Malsch bekamen daraufhin den Auftrag jeweils einen Atemschutztrupp mit entsprechender Schutzausrüstung zu stellen. Der Eggensteiner Atemschutztrupp ging daraufhin mit verschiedenen Messgeräten zu dem radioaktiv kontaminierten Material vor und meldete der Einsatzleitung in regelmäßigen Abständen die Strahlen- bzw. Messwerte. 

Der Atemschutztrupp der Feuerwehr Malsch unterstützte die Eggensteiner Einsatzkräfte hierbei als Sicherungstrupp. Nach ca. 25 Minuten konnten die Atemschutzkräfte den Rückzug antreten und wurden vor der Lagerhalle dekontaminiert.   Kurze Zeit später erklärte auch der Einsatzleiter den Einsatz für beendet und rief nochmals alle Einsatzkräfte zu einer Nachbesprechung zusammen. Gegen 12 Uhr konnte die Einsatzstelle durch die Feuerwehr Abteilung Eggenstein verlassen werden.   

 ds/egg    

Strahlenschutztrupp im Einsatzzoom
 
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