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Erdölbohrung im Buntsandstein nicht fündig

09.10.2014

Die bisherigen Auswertungen der Proben der Buntsandsteinschicht in Leopoldshafen zeigen kein wirtschaftlich zu förderndes Vorkommen. Jetzt werden die weiteren Proben untersucht.

„Die Probebohrung war im Buntsandstein nicht fündig“ informiert Volker Bartz, verantwortlicher Projektleiter der Firma GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH.

Ziel der Bohrung, die von August bis Dezember 2013 in Leopoldshafen durchgeführt wurde, war in dieser Gesteinsformation mögliche ölführende Strukturen zu erkunden. Die Gesteinsschicht wies eine geringere Eignung als Speichergestein auf als erwartet und lag tiefer als ursprünglich angenommen. Deshalb musste mit circa 3.700 Metern deutlich tiefer und auch 108 anstatt der geplanten 84 Tage gebohrt werden.

Neue geologische Erkenntnisse

Durch die Bohrung konnten wichtige neue geologische Erkenntnisse über die Formationen im Untergrund bei uns gewonnen werden. Nachdem die Tests, die im Anschluss an die Bohrung vorgenommen wurden, abgeschlossen waren, mussten zunächst die daraus gewonnenen Daten ausgewertet und interpretiert werden. Sie belegten, dass Kohlenwasserstoffanzeichen in unterschiedlichen Gesteinsformationen vorhanden waren. So konnte auch eine Führung in den höher gelegenen Schichten des früheren Bohrfeldes Leopoldshafen bestätigt werden. 

Bohranlage GDF SUEZ in Leopoldshafen zoom
 

Rückbau  

Die Bohrung selbst ist derzeit sicher verschlossen. Die Mitarbeiter der Firma GDF SUEZ besuchen den Platz regelmäßig und kontrollieren das Bohrloch. Die Firma als Betriebsführer und ihre Konsortialpartner sind übereingekommen, dass der tiefere Abschnitt der Bohrung verfüllt werden kann, weil die angetroffenen Mengen an Kohlewasserstoffen ungenügend sind, um eine wirtschaftliche Förderung zu gewährleisten. 
Eine Entscheidung betreffend der oberen Abschnitte steht noch aus. Die Studien, die auch das Altfeld Leopoldshafen berühren, aus dem noch bis in die achtziger Jahre gefördert wurde, sind noch nicht abgeschlossen. Je nach Resultat könnten gegebenenfalls noch weitere Produktivitätsprüfungen im oberen Teil der Bohrung (Jura und Alt Tertiär) noch vor Frühlingsanfang erfolgen. Im Falle einer Verfüllung wird das Bohrloch zur dauerhaften und sicheren Absperrung aufgefüllt, die Betriebseinrichtungen werden vollständig entfernt und Neuanpflanzungen vorgenommen.

Der ursprüngliche Zustand der beanspruchten Fläche wird nach der Nutzung wiederhergestellt.

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