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Rampe für den Hochwasserschutz

16.02.2016

Um auch die nächsten Jahrzehnte gegen Hochwasser geschützt zu sein, saniert das Regierungspräsidium Karlsruhe den Rheinhochwasserdamm XXX. Derzeit laufen die Arbeiten bei uns. Man sieht es bestens auf der K3580 beim Überqueren des Pfinzentlastungskanals.

Zwischen unseren Ortsteilen, gegenüber vom AndreasBräu, sieht man Baustellenaktivitäten. Hier wird eine Lkw-Rampe gebaut. Wegen des vermehrten Baustellenverkehrs bitte langsam fahren.

Der Rheinhochwasserdamm XXX wird von Dettenheim bis zum Absturzbauwerk beim Pfinzentlastungskanal unter Leitung des Regierungspräsidiums Karlsruhe saniert. Begonnen wurde damit 2011 in Rußheim. Für diese Hochwasserschutzmaßnahmen werden rund 30 Millionen veranschlagt. „Die Sanierung erfolgt über mehrere Jahre in 15 Bauabschnitten“, informiert Projektleiter David Bystricky. Die Gesamtlänge des Damms XXX in Eggenstein-Leopoldshafen beträgt mehr als 6 km. Begonnen wurde bei uns mit dem Abschnitt in Höhe des Hundesportvereins Leopoldshafen in östliche Richtung. Allein für diesen Abschnitt ist mit einer Bauzeit von bis zu 15 Monaten zu rechnen. 

Aufgrund der Hochwasserereignisse der letzten Jahrzehnte wurden die Anforderungen an die Dämme erhöht. Dies betrifft auch den Dammabschnitt bei uns. Die Böschung ist zu steil und Bäume stehen zu dicht beim Damm und lockern mit ihren Wurzeln den Boden, so dass bereits Sickerquellen entstanden sind. Dammverteidigungswege werden neu angelegt. Sie  stellen im Hochwasserfall die Erreichbarkeit des Dammes mit schweren Fahrzeugen sicher. Der Rheindamm wird etwas höher und vor allem breiter aufgebaut, die Standsicherheit somit erhöht, die Fachleute reden von „Ertüchtigung“. Ziel ist ein sicherer Schutz gegen ein Hochwasserereignis, welches statistisch gesehen alle 200 Jahre vorkommt. 

Rampe gegenüber AndreasBräu für Baustellenverkehr, Foto von Ralf Schreckzoom
Baustellenverkehr Damm XXX-Ertüchtgung, Foto von Ralf Schreckzoom
Baustellenverkehr Damm XXX-Ertüchtgung, Foto von Ralf Schreckzoom
 

„Eine der wichtigsten Fragestellungen war für uns die Regelung der Baustellenzufahrten, denn es ist mit einem hohen LKW-Aufkommen zu rechnen“, hebt Jürgen Ehrmann hervor. Die ursprüngliche Planung sah bis zu 3 Zufahrten durch den Bereich Hafenstraße, Blumenstraße und Wiesenstraße vor. Auf Initiative der Gemeindeverwaltung beschloss das Regierungspräsidium den Bau der Rampe beim Stauwehr der Kreisstraße 3580 für circa 320.000 €. Sie wird etwa 5 m breit und etwa 65 m lang und kann nach Bauende von Spaziergängern und für die Dammunterhaltung oder -verteidigung genutzt werden. Ein Geländer bekommt sie später natürlich auch noch. 

Wenn Eingriffe in die Natur erfolgen, müssen Maßnahmen zum Ausgleich ergriffen werden, um das Gleichgewicht in der Natur wieder herzustellen. Das gilt auch dann, wenn der Eingriff  - wie hier - zum Schutze der Menschen erfolgt. Folgende Ausgleichsmaßnahmen sind geplant bzw. wurden bereits umgesetzt:

  • Sicherung und Umsiedlung von gefährdeten Tier- und Pflanzenarten aus den von den Baumaßnahmen beanspruchten Bereichen in neue Lebensräume
  • Entwicklung von Lebensräumen auf dem neuen Damm zur Erleichterung der Wiederbesiedlung
  • Vertiefung des Alten Hafens bei Leopoldshafen zur Verbesserung der Wasserqualität
  • Umwandlung von Pappelbeständen in Au- und Mischwald
  • Anlage von Kleingewässern, Feldhecken, Streuobstbeständen und Wiesen im Umfeld des Dammes
  • Neupflanzung von Wald zum Ausgleich des baubedingten Waldverlustes.
Wappen der Gemeinde Eggenstein-Leopoldshafen

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